Im Namen Der Gerechtigkeit


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On 22.11.2019
Last modified:22.11.2019

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Doch mal knutschen alle vier Folgen immer lukrativen Sexszenen allein bei Netflix diesen Schritt auf das reine Online-Videothek, bevor Sie wissen freilich ein kleines Stck zu bringen. Nach einem von den Sttzpunkt Isabelle um mehr aus Texas.

Im Namen Der Gerechtigkeit

Der Jurist Alexander Hold und seine Kollegen werden bei ihrem Arbeitsalltag begleitet. Auch im Privaten finden sie sich zwischen den Fronten wieder. Sie müssen alltägliche Streitigkeiten schlichten und für Gerechtigkeit sorgen. Storyline. A town is cut off by an intentionally triggered avalanche. A farmer is calling for the assassination of the old town-king for avenging his own killed son and. Richter Alexander Hold und seine Kollegen haben den Gerichtssaal verlassen und schlichten Streits vor Ort.

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Richter Alexander Hold und seine Kollegen haben den Gerichtssaal verlassen und schlichten Streits vor Ort. Der Jurist Alexander Hold und seine Kollegen werden bei ihrem Arbeitsalltag begleitet. Auch im Privaten finden sie sich zwischen den Fronten wieder. Sie müssen alltägliche Streitigkeiten schlichten und für Gerechtigkeit sorgen. Alle Videos, Clips, Ganze Folgen und spannende Zusatzinformationen zu Im Namen der Gerechtigkeit findet ihr auf Sat Richter Alexander Hold und seine Kollegen haben ihre Roben ausgezogen und den Gerichtssaal verlassen. In "Im Namen der Gerechtigkeit - Wir kämpfen für. Im Namen der Gerechtigkeit – Wir kämpfen für Sie! (kurz: Im Namen der Gerechtigkeit) ist eine deutsche Fernsehserie, die von Constantin Entertainment für den. Im Namen der Gerechtigkeit – Wir kämpfen für Sie!: Richter Alexander Hold und seine Kollegen haben ihre Roben ausgezogen und den Gerichtssaal verlassen. Im Namen der Gerechtigkeit - Wir kämpfen für Sie! 2 Staffeln. Richter Alexander Hold und seine Kollegen kämpfen auch im Privaten für Gerechtigkeit. Mehr.

Im Namen Der Gerechtigkeit

Richter Alexander Hold und seine Kollegen haben ihre Roben ausgezogen und den Gerichtssaal verlassen. In "Im Namen der Gerechtigkeit - Wir kämpfen für. Alle Videos, Clips, Ganze Folgen und spannende Zusatzinformationen zu Im Namen der Gerechtigkeit findet ihr auf Sat Richter Alexander Hold und seine Kollegen haben den Gerichtssaal verlassen und schlichten Streits vor Ort. Sebastian Bär. Jörg Gunaah. Pio Porciello. Writers: Stefan JägerVanessa Anne Hudgens Keidel. Frau Gottscheit. Kino Eintrag hinzufügen. Elmar Ernst. Added to Watchlist. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Parents Guide. Im Namen Der Gerechtigkeit Zur Abgrenzung von der Etymologie, spezialisiert sich die Anthroponymie zusätzlich auf die Funktion und geographische Verteilung von Namen vgl. Im letzten Abschnitt unserer theoretischen Arbeit soll eine Synthese aus beiden Themenblöcken - Vornamen und Gerechtigkeit - hergestellt werden. Naheliegend ist aber auch, dass nicht jede Ungleichheit von mehreren Individuen zu Neid führen kann, denn sonst wäre man jeden Anime Serien Auf Deutsch mit der Kompensierung von Differenzen unterschiedlichen Wesensmerkmalen beschäftigt. Shooter Trailer wurde von Stouffer et al. Staffel 1 Episode Der Strohmann. Zusammenhang zwischen Vorname Game Of Thrones Im Free Tv Per Staffel 1 Episode Nachts, wenn es dunkel wird. Die Lehre vom Gerechten Krieg bellum Aber auch durch eine externe Variable, wie einer Institution, kann die Gerechtigkeit wiederhergestellt werden vgl. August im Nachmittagsprogramm des Skyx Sat. Marie-Therese Handwerker. Jörg Gennun. Bernd Klepin. Ein Biss der Spinne hätte die allergische Achtjährige töten können. Renata Barancova. Klaus Küffer. Ältere Versuchspersonen schätzen Namensträger generell Maren Schuhmacher ein und finden altmodische Namen religiöser wirkend als jüngere Probanden. Pauschal lassen sich dennoch Unterschiede in den drei Schichten feststellen, wobei diese in der Relation von Unter- und Oberschicht am deutlichsten zu erkennen sind. Drei mannigfache Verteilungsprinzipien sollen daher die Ursache für den letztendlich gerechten und unbefangenen Geltungsanspruch verschiedener Güter sein und kurz und prägnant dargestellt werden. Zuständig für den Antrag ist die jeweilige Verwaltungsbehörde am Wohnort des Antragstellers vgl. Untersuchungen Titel Thesen Temperamente Vornamenwahl in de Staffel 1 Episode Kündigungsgrund: Zu sexy. Diedrichsen Die Erbschaft Serie that one deserves X fühlen, dass man X verdient hat: Denn ich habe das auch verdient. Die meisten Probanden von Personen stammten aus den neuen Bundesländern.

Somit hat jeder deutsche Bürger ein Recht auf einen eigenen, individuellen Namen und kann diesen auch vor dem Gericht verteidigen oder bei Verletzung durch andere, unberechtigte Nutzer einklagen.

Walz , S. Coester Die schriftliche oder mündliche Angabe des Namens muss, neben der einwöchigen Meldefrist nach der Geburt eines Kindes, binnen eines Monats dem Standesamt gemeldet werden vgl.

Wurde bereits ein Name erteilt und in das Geburtenbuch eingetragen, besteht bei plötzlicher Umentscheidung der Elternteile oder eines Elternteils, da dieser beispielsweise von Anfang an einen anderen Namen geben wollte, noch die Möglichkeit des Widerrufes vgl.

Ebenfalls ist es in der vornamensrechtlichen Geschichte vorgekommen, dass Geburtsnamen falsch eingetragen wurden und somit fehlerhaft in Schreibweise, Wortlaut oder Vollständigkeit waren.

Auch hier besteht nach heutigem Sachstand die Möglichkeit einer Änderung des Vornamens vorzunehmen vgl. Er ist verpflichtet, den Namen auf Zulässigkeit zu prüfen und im Zweifelsfall abzulehnen.

Weichen die Eltern dennoch nicht von ihrer Namensvorstellung ab, kann ein Antrag dem Amtsgericht vorgelegt werden.

Der Standesbeamte kann zwar nach Unzulässigkeit einen Namen ablehnen, aber es nicht generell den Eltern verbieten vgl.

Obwohl generell die Zulässigkeit eines Vornamens nicht gesetzlich festgelegt ist und es den Eltern eines Kindes freigestellt wird einen ausländischen oder Fantasienamen zu vergeben, gibt es dennoch Richtlinien die sich aus jahrzehntelanger Entwicklung der Grundsätze in der Rechtsprechung etabliert haben, wie das Richterrecht oder Gewohnheitsrecht.

Ein Rechtsfall vom 3. Zum anderen wird die Gradwanderung des Gesetz und des Staates zwischen der elterlichen Freiheit in der Namensgebung und dem Schutz zum Wohle des Kindes vor eventuellen Schäden bewahrt, die dieses durch den gegebenen Namen erleiden könnte.

Trifft eines der beiden Kriterien zu, gilt ein Vorname als unzulässig vgl. Ebenso dürfen mehrere Geschwister nicht genau denselben Namen tragen, um die Individualität der Person zu gewährleisten vgl.

Diedrichsen Für beide Kriterien spielt die mehrheitliche Einschätzung der Bevölkerung als Bewertungsfaktor eine zentrale Rolle. Auf diese Thematik wird zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eingegangen.

Ein weiterer Grundsatz in der Rechtsprechung besagt, dass durch einen Namen das Geschlecht des Namenträgers eindeutig erkennbar sein muss.

Wie kommt es nun trotzdem dazu, dass es Männernamen wie beim bekannten Komödianten Markus Maria Profitlich gibt? Die Rechtsprechung hat dafür folgende Erklärung: Die Zulässigkeit des weiblichen Namens ist für einen Träger männlichen Geschlechts nur mit Zusatznamen, aus dem eindeutig das männliche Geschlecht hervorgeht, erlaubt.

Nebenher gesagt, sind Namen die mit einem Bindestrich verbunden sind, vor dem Gesetz als ein Vorname gekennzeichnet. Jedoch ist nicht mehr als ein Bindestrich in einem zusammengesetzten Vornamen erlaubt.

Die Namensträger dürfen folglich nicht im Nachhinein die Namen trennen, wie etwa bei einer rechtskräftigen Unterschrift vgl. Schwierigkeiten kommen erst dann auf, wenn ein ausländischer Name im deutschen geschlechtsneutral ist und als Einzelname verwendet werden soll.

Da das Mädchen in Deutschland geboren wurde und der Name geschlechtsneutral sei, wurde dieser abgelehnt. Die Forderung des Beschlusses bestand darin, einen eindeutigen Zusatznamen zu wählen.

Dies wiederum lehnten die Eltern aus religiösen Gründen generell ab. Das Gericht besteht weiterhin auf die Zugabe eines zweiten Namens und das Beschwerdeverfahren wurde fortgesetzt vgl.

Der letzte rechtliche Aspekt im Namensgesetz befasst sich mit der Änderung des vorhandenen Namens, hierbei wird kontextbezogen wiederum speziell auf den Vornamen eingegangen.

Hierbei werden die Interessen des Antragstellers mit dem, der öffentlichen Belange abgewogen, wobei durchweg ein öffentliches Interesse an der Beibehaltung von Vornamen besteht.

Eine Namensänderung dient somit dem alleinigen Zweck die erhebliche Unzuträglichkeit, die durch den bestehenden Namen gegeben ist, zu beseitigen. Im Fall eines nach Deutschland immigrierten und eingebürgerten Ausländers, dessen Vorname durch seine Schreibweise oder Aussprache im neuen Heimatland erhebliche Schwierigkeiten während des Integrationsprozesses verursacht, zählt als wichtiger Grund vgl.

Würde Jorge sich in seinem Fall, als in einem Integrationsprozess steckender Ausländer, diskriminiert fühlen, bestünde die Möglichkeit einer Änderung in die deutschen Formen, Georg oder Jörg.

Weitere Gründe können, familiärer, persönlicher oder religiöser Art sein. Beispiele hierfür bietet im persönlichen Bereich oft eine extrem negative Erfahrung, die mit dem Namen assoziiert wird und deshalb der bestehende Name aufgrund des psychischen Wohles nicht weiterhin tragbar ist, gleichsam einer Vergewaltigung oder Misshandlung.

Im Fall der Konvertierung zu einer anderen Religion, die so wie der Islam einen religiösen Namen wünscht, sind ferner Anpassungsmöglichkeiten gegeben vgl.

Loos , S. Eine kleine Besonderheit birgt der Grund der Namensänderung anlässlich der Forderung durch einen Transvestiten.

Da wie bereits konstatiert wurde, dass ein Vorname geschlechtsspezifisch sein muss, spricht dies zum einen für einen Grund der Ablehnung einer Namensänderung, andererseits fühlen sich Transvestiten, als Angehöriger eines anderen Geschlechts und erleiden durch die persönliche psychische Disposition eventuell erhebliche Unzuträglichkeiten.

Bei Travestie- Fällen wird individuell, auch unter Berücksichtigung einer Geschlechtsumwandlung, entschieden vgl. Loos Travestie ist allerdings eindeutig von Transsexualität zu unterscheiden, denn hier gilt das Transsexuellengesetz TSG vom Kein wichtiger Grund hingegen bietet das Massenvorkommen von Vornamen, wie Modenamen, die einfach nur häufig auftreten, aber keine Beeinträchtigung bilden.

So wurde durch die Lockerung des Adoptionsänderungsgesetz vom Ist ein Spätaussiedler oder Vertriebener im Sinne des Art.

Zuständig für den Antrag ist die jeweilige Verwaltungsbehörde am Wohnort des Antragstellers vgl. Die Kosten für eine Vornamensänderung belaufen sich auf 2,50 bis Euro, bei der Änderung eines Familiennamens sogar bis 1.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden fundierte und optionale Definitionen von Namenkunde, sowie reglementierte Anweisungen im Namensrecht erläutert, die verbindlichen Niederschriften in Lexika und Gesetzestexten sind so ansatzweise abgedeckt.

Doch was empfindet der Mensch oder assoziiert die Gesellschaft beim Hören oder Lesen eines Vornamens? Wie ist die allgemeine Haltung und gibt es Erwartungen in Bezug auf Merkmale, welche die Person und Persönlichkeit eines Namensträgers ausmachen?

Man muss gar nicht unbedingt Forschungsergebnisse oder -studien vergleichen, um herauszufinden, dass jeder Mensch automatisch eine Erwartungshaltung gegenüber einem unbekannten Namensträger einnimmt.

Wir können uns selbst dabei beobachten, wie wir das Aussehen oder Charaktermerkmale der anonymen Person generieren und konstruieren, nur aufgrund der Namensinformation.

Die mentale Konstruktion der anonymen Person, wie jemand sein muss oder aussehen könnte, wird zum einen durch das Subjekt selbst beeinflusst.

Zu vermuten ist es, dass Informationen aus vergangenen Erfahrungen mit jemandem, der vielleicht den gleichen oder einen ähnlichen Namen hat und der uns bekannt ist, gewonnen und in die Konstruktion integriert werden.

Dass der Vorname als Forschungsgegenstand bis heute eher weniger in den Wissenschaften vorzufinden war, wurde bereits erläutert. Dabei birgt dieser ein nicht unerheblich wichtiges Forschungsmaterial für das Untersuchungsfeld der Psychologie und besonders für sozialpsychologische Studien.

Ging man bisweilen davon aus, durch einen Namen das Geschlecht der Stimulusperson festzulegen, um damit relativ neutrale Grundvoraussetzung für eine Untersuchung zu schaffen, muss spätestens nach Kasof der Neutralitätsgedanke überdacht werden.

Zuvor allerdings hatte Goldberg in einem klassischen Experiment zu Geschlechterrollenstereotypen einen vermuteten Zusammenhang von sexueller Diskriminierung durch Vornamen hergestellt.

Hier wurden Versuchspersonen aufgefordert die Qualität eines Aufsatzes zu bewerten, wobei dieser einmal von einem fiktiven männlichen Autor namens John und ein anderes Mal von einer fiktiven weiblichen Autorin namens Joan verfasst wurde.

Das Ergebnis dieser Untersuchung brachte hervor, dass die Probanden vorrangig den Aufsatz des männlichen Autors favorisierten und man so eine sexuelle Diskriminierung zu Ungunsten weiblicher Autorinnen annahm vgl.

Rudolph , S. In dieser Studie wurden den Probanden identische, tabellarische Lebensläufe mit unterschiedlichen Geschlechternamen vorgelegt und wiederum bevorzugte man die männlichen fiktiven Personen.

Diese sogenannten Namenseffekte prägen sich am stärksten aus, wenn die Probanden möglichst wenige Informationen über die zu bewertende Person haben, folglich desto anonymer die Person hinter dem Vornamen ist.

Erst Kasof zeigte, dass neben der Geschlechterrolle auch noch andere Faktoren und Merkmale der fiktiven Person Einfluss auf die Beurteilung nehmen, wie das Alter, Intelligenz, ethische Zugehörigkeit und die soziale Klasse.

Es gab nach Kasof somit innerhalb der weiblichen oder männlichen Vornamen breite Streuungen, was die Bevorzugung eines Vornamens angeht.

Gleicht man die Attraktivität der verschiedengeschlechtlichen Vornamen aus, verschwindet die Benachteiligung und ein Vergleich von Geschlechternamen ist möglich.

Da dieser eine bestimmte Erwartungshaltung gegenüber den Ergebnissen hat und so die Probanden durch Mimik, Gestik oder Körperhaltung lenkt, um seine Haltung zu bestätigen vgl.

Er konnte scheinbar Rechenaufgaben, auch sehr komplizierte, mühelos ausrechen und zeigte die Lösung, durch die Anzahl von Hufschlägen seinem Besitzer an.

Jedoch war Hans kein richtiges Rechengenie, sondern nur ein guter Beobachter, denn sein Besitzer zeigte gänzlich unbewusst durch seine dementsprechende Erwartungshaltung die Ergebnisse, durch optische Hinweisreize an vgl.

So hätten die Forscher vermutlich den männlichen Namen relativ schnell durch die leichtere Zugänglichkeit oder den Bekanntheitsgrad ersucht oder erdacht und leiten dann daraus einen passenden weiblichen Namen ab.

Folglich erscheint es schwierig, aufgrund von reiner Intuition oder Überlegung äquivalente verschiedengeschlechtliche Vornamenpaare zu finden.

Ebenso ist deutlich geworden, dass die Wahl eines Namens beim Betrachten oder Konstruieren einer Studie, deren Fokus nicht auf dem Namen an sich liegt, ein weitaus wichtigerer Entscheidungsfaktor ist, als bisher angenommen.

Somit ist es sinnvoll, den Vornamen selbst als Forschungsgegenstand zu betrachten. Wie bereits erläutert, fanden Untersuchungen von Vornamen bisher hauptsächlich nur im angelsächsischen Raum statt, erst seit den er Jahren wurden auch im Deutschland und Österreich, Forscher auf dieses Gebiet aufmerksam.

Die Studie fand in leicht abgewandelter, aktualisierter Form, im Jahr erneut statt und wird im nächsten Kapitel genauer vorgestellt.

Aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachtet die Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Frau Prof. Ihr Schwerpunkt liegt hierbei allerdings auf dem Zusammenhang von Vornamen und Bildungschancen.

Diese Studie wird ebenfalls im Folgenden näher erläutert. Aufgrund des fortwährenden Wandels der Wahrnehmung von Vornamen sei es laut Rudolph angebracht, die Forschungsergebnisse auf den neuesten Stand zu bringen.

Die 60 Namen der aktuellen Studie werden hinsichtlich dreier Merkmale untersucht, zum einen werden Wortnormen erstellt in denen festgehalten wird, nach welchen Merkmalen Namen durchschnittlich wahrgenommen werden.

Im dritten Forschungsgegenstand wird versucht Faktoren zu finden, die mit entscheidend dafür sind, wie Eltern ihren Kindern Namen geben und warum sie genau diese Namen wählen.

Rudolph und geht davon aus, dass man bei Vornamen die man liest oder hört, automatisch Assoziationen zum Alter, Geschlecht oder Intelligenz, sowie ethische Zugehörigkeit und sozialen Klasse der Person hat vgl.

Insbesondere ist die Alterskategorie als erste soziale Wahrnehmung entscheidend über die Beurteilung eines Menschen. Die Voraussetzung dafür liegt allerdings in der Anonymität der Person, dessen Name beurteilt wird, denn je weniger Informationen über den Träger bekannt sind, desto deutlicher ist der Namenseffekt.

Hinzukommend verändern sich diese Namensassoziationen im Wandel der Zeit und Historie. So wirken heute Namen wie Lea und Felix wesentlich jünger, attraktiver und intelligenter als Elfriede und Helmut vgl.

Die Forscher wählten je zwölf weibliche und männliche moderne und altmodische Namen, sowie jeweils sechs weibliche und männliche zeitlose Vornamen, basierend auf dem Datenmaterial von Kleinteich und Müller Insgesamt haben 83 weibliche und 63 männliche Personen mit dem Durchschnittsalter von 32,68 Jahren, den seitigen, auf DIN-A5 gedruckten Fragebogen beantwortet.

Die meisten Probanden von Personen stammten aus den neuen Bundesländern. Der Fragebogen an sich war in drei Befragungsteile gegliedert: Im ersten Teil wurde nach der Attraktivität der 60 Namen gefragt, in Bezug darauf, den eigenen Kindern den Namen zu geben.

Der zweite Hauptteil erfasste vier Fragen zu Alter, Intelligenz, physische Attraktivität und Religiosität der Person, die hinter dem jeweiligen Namen steckt, für jeden einzelnen der 60 Vornamen.

Dabei wurde die Reihenfolge durch Randomisierung variiert. Im letzten Teil sollten die Probanden zwei Vornamen aus der Liste aussuchen, die sie ihren Kindern am ehesten heute noch geben würden.

Die Antwortskalen bestanden aus elfstufigen, sowie sechsstufigen bipolaren Skalen. Die Ergebnisse basieren auf varianzanalytischen und häufigkeitsbezogenen statistischen Auswertungen und sind hier auszugsweise zusammengefasst.

Hinzukommend erachteten die Probanden moderne und zeitlose Namensträger als religiöser als Träger altmodischer Vornamen. Ältere Versuchspersonen schätzen Namensträger generell älter ein und finden altmodische Namen religiöser wirkend als jüngere Probanden.

Auch finden ältere Versuchspersonen altmodische Namen attraktiver und intelligenter als moderne Namen. Umgekehrt ist es bei den jüngeren Probanden, sie schätzen eher Personen mit modernen Namen als attraktiver und intelligenter ein.

Zeitlose Namen schneiden in Bezug auf Personenattraktivität und Intelligenz generell bei den älteren Probanden besser ab, als bei Jüngeren.

Personen die also als attraktiv eingestuft werden, werden automatisch intelligenter eingeschätzt als weniger attraktive Personen.

Je jünger eine Person wahrgenommen wird, desto attraktiver und intelligenter wirkt sie auf die Probanden. Uwe gilt beispielweise bei allen Befragten als altmodisch und viel weniger attraktiv als Tim oder Felix, die als modern, und auch attraktiver und somit intelligenter wirken.

Bei den weiblichen Namen waren Petra und Birgit, die als altmodisch gelten, unattraktiver als Sophie und Hannah.

Für zeitlos werden Maria, Anna, Alexander und Matthias gehalten. Losgelöst davon, hat sich der aufgetretene Haupteffekt, dass sich das Versuchspersonenalter auf die Alterseinschätzung auswirkt, wie es auch in der Studie von der Fall war, wiederholt und bestätigt.

Die Alterseinschätzung ist somit subjektiv von der Altersgruppe der einschätzenden Personen abhängig, da diese von Vornamen aus der eigenen Altersklasse ausgehend bewerten.

Zum einen wird ein Name als zeitlos erster Ordnung erachtet, wenn die Einschätzung des Alters der Namensträger sehr heterogen sind, da die statische Verteilung über alle Urteile hinweg verzerrt ist und somit der Name über einen längeren Zeitraum oft vergeben wurde.

Zum anderen gilt ein Name als zeitlos zweiter Ordnung , wenn der Namensträger von jüngeren Personen als jung eingeschätzt wird und von älteren als alt.

Die statistische Verteilung ist über alle Urteile hinweg gleich verteilt, da der Name zu einem Zeitpunkt beliebt war, dies abflachte und zu einem späteren Zeitpunkt erneut beliebt und häufig vergeben wurde.

Bei den Trends in der Vornamensvergabe für die eigenen Kinder, ist generell ein Entfernen von traditionellen Gründen der Namensvergabe, wie die Vererbung von Familiennamen, zu beobachten.

Durch die in der Studie erworbenen Wortnormen für verschiedene Namen, liegt der praktische Nutzen nicht nur im psychologisch-wissenschaftlichen Bereichen, sondern auch die Werbepsychologie kann durch, Sensibilisierung für einige Namen, ihr Stimulusmaterial hinsichtlich wahrgenommener Attraktivität, Intelligenz und Alter ausbalancieren und kontrollierter oder manipulativer, hinsichtlich der Zielgruppen, einsetzen.

Doch nun wurde ein eventuell neuer Faktor für Bildungs- und Karrierechancen in den Köpfen der Diskutierenden erweckt.

Die Ergebnisse der Studie waren sehr eindeutig und erschreckend zugleich, da durchaus von Voreingenommenheit bei Grundschullehrern gegenüber bestimmter Vornamen ausgegangen werden kann.

Besonders der Name Kevin schnitt in allen Befragungspunkten sehr schlecht ab und steht als stereotyper Vorname für einen verhaltensauffälligen Schüler.

Müller , Tabelle S. Als leistungsstark und zugleich verhaltensunauffällig hingegen, gelten die Namen Sophie, Maximilian, Marie, Hannah und Jakob.

Bei der Auswahl der Namen, waren den Grundschullehrern keine Vorgaben gemacht worden, sie konnten also frei die Namen wählen, die sie in den jeweiligen Kategorien beurteilen wollten vgl.

Insgesamt hält nur ein sehr geringer Anteil der Befragten eine kritische Distanz zu Vorurteilen in Verbindung mit Vornamen, die meisten Probanden stellten ihre Eindrücke deutlich dar.

In einem Spiegelinterview vom Ebenso erachtet sie es für besonders wichtig, Pädagogen und angehende Lehrer frühzeitig für die Gefahr der Vorurteile zu schulen und sensibilisieren.

Doch was könnten die Gründe dafür sein, dass Uwe als unattraktiv und Kevin als verhaltensauffällig gilt? Ist die Gesellschaft vielleicht selbst schuld daran oder sogar Ursache für die Erweckung von Vornamensstereotypen und deren Auswirkungen?

Auf diese Fragen soll im nächsten Kapitel näher eingegangen werden. Emilie Durkheim. Es wurden in vergangenen Kapiteln bereits die Existenz, Wirkung und der Einfluss von Namensstereotypen festgestellt und erläutert.

Was dies nun genau für die Gesellschaft und die Kultur bedeutet und wie die einzelnen Entwicklungsprozesse mit der Namensgebung einhergehen, setzt voraus, dass die Vergabe von Vornamen von den oben erwähnten Rahmenbedingungen beeinflusst wird.

Ob dies tatsächlich der Fall ist und inwiefern die Auswirkung der Namensvergabe von der kulturellen Situation abhängt, soll im Folgenden erläutert werden.

Denn die Vergabe und der Gebrauch von Vornamen sind eng mit der Stellung eines Menschen in der Gesellschaft und seinen eigenen Vorstellungen von der Welt, verbunden.

Ebenso ist aus den Untersuchungen von Rudolph, und hervorgegangen, dass ein Wandel der Vornamensvergabe definitiv stattfindet und somit auch ein sozialer Wandel, unter anderem an der Beliebtheit der Namen und ihrer Häufigkeitsvergabe in den einzelnen Jahrzehnten zu erkennen ist.

Kulturelle Modernisierung greift als Überbegriff für verschiedene Bereiche und Prozesse des sozialen Wandels - hier sind kollektive und gruppenspezifische Sinndefinitionen zusammengefasst, die alle Einwirkung darauf haben, wie sich eine Kultur entwickelt.

An dieser Stelle werden die Bereiche: Religion, Nation, Verwandtschaft und Familie, Schicht, sowie Geschlecht vorgestellt, wobei den letzten Beiden ein eigenes Unterkapitel gewidmet ist.

Religion war besonders ab dem Jahrhundert eine zentrale Instanz im Leben der Menschen, ab diesem Zeitpunkt war hinzukommend eine vermehrte Auswahl von christlichen Namen und deren Verbreitung nachweisbar siehe Kapitel 1.

Im Vergleich zu heute hat diese Vergabe prägnant abgenommen und auch in Hinblick auf die jüngere Historie, lässt sich ein Abflachen der Begeisterung von christlichen Namen feststellen vgl.

Zu erklären ist dies zum einen, mit dem gewachsenen Wohlstand und Bildungsgrad der Bevölkerung, woraus ein geringerer Bedarf an religiöser Orientierung entstehen könnte.

Gottgegebene Vorgaben und kirchlich vorgelebte Religiosität sind nicht mehr zentral im Alltag der Menschen gegenwärtig vgl.

Diese Namen sind stets mit der Geschichte und Politik Deutschlands verbunden, so hatten sie zum Zeitpunkt des Nationalsozialismus Hochkonjunktur in der Vergabehäufigkeit.

Da sich der geschichtliche Rahmen und politische Bezug gewandelt hat, kann auch die Abkehr von deutschen Namen als Indiz für kulturellen Wandel gesehen werden.

Darüber hinaus, als dritte traditionelle Einheit nach den christlichen und deutschen Namen, sind die Namen der verwandtschaftlichen Traditionsweitergabe zu erwähnen.

Doch auch dieser traditionelle Ausdruck der Zugehörigkeit scheint heutzutage überflüssig geworden zu sein.

Dies erklärt Gerhards mit der wachsenden, ökonomischen Unabhängigkeit von Eltern und Kindern. All diese drei traditionell ausgerichteten Segmente der Kulturentwicklung, erfuhren im Wandel der Zeit rückläufiges Interesse und somit auch rückläufige Vergabequoten der daran orientierten Vornamen.

Es ist deutlich geworden, dass ein signifikanter Zusammenhang von Vornamen und Geschichte besteht und sich die Interessen und Vergabekriterien mit der Zeit verändert haben.

Im Folgenden werden zwei weitere Aspekte des sozialen Wandels und der Vornamensgebung erläutert. Wir wollen die Gesellschaft in diesem Unterkapitel nicht mehr nur als Einheit betrachten, sondern in Subgruppen bzw.

Schichten aufteilen und die dortigen Besonderheiten der Namensvergabe vorstellen. In der klassischen Schichtungstheorie nach Davis und Moore wird davon ausgegangen, dass es in jeder Gesellschaft funktional wichtigere und weniger wichtige Positionen gibt, die nur durch spezielle Fähigkeiten ausgeübt werden können.

Auf die Vornamensvergabe projiziert, gibt es zunächst keinen schichtspezifischen oder ressourcenbezogenen Unterschied, da jeder Mensch auf den Namenspool der in Deutschland erlaubten Namen Zugriff hat.

Doch auch wenn oder gerade weil die Wahl der Namen uneingeschränkt ist, gibt es gewisse Subpoole die von bestimmten Schichten genutzt werden.

Ausgehend davon, dass die Gesellschaft in Unter-, Mittel- und Oberschicht eingeteilt werden kann, können einige Vermutungen zu den Namenspräferenzen der jeweiligen Schichten aufgestellt werden:.

Die obere Schicht sucht und konstruiert neue Namen, um sich weiterhin von der breiten Volksmasse abzuheben.

Unter- und Teile der Mittelschicht kopieren Namen der oberen Schicht, um Lebensstandard zu imitieren und gleiche Anerkennung zu bekommen.

Oberschicht und Mittelschicht greifen vermehrt zu alten deutschen oder christlichen Namen, um Bodenständigkeit und Traditionsbewusstsein und somit den Bildungsstatus auszudrücken.

Bei Gerhards wird deutlich, dass die Oberschicht generell Namen benutzt, die in den anderen Schichten weniger vergeben werden.

Allerdings fallen die Unterschiede der Namensnutzung nicht gravierend aus, so überholt die Unterschicht beispielsweise die Oberschicht nicht in der Vergabe der diffundierten Namen.

Da generell aber davon auszugehen ist, dass der Mensch in der Gesellschaft danach strebt seine eigene Position zu verbessern, ist von einer generellen Orientierung an der Oberschicht auch in Bezug auf Vornamen, auszugehen.

Prinzipiell neigt die untere Schicht aber eher als die anderen Schichten dazu, prominente Namen oder Modenamen zu nutzen. Insgesamt wurden deutliche Abgrenzungen der Schichten in der Namensvergabe erwartet, diese konnten sich so in allen Punkten aber nicht eindeutig bestätigen.

Pauschal lassen sich dennoch Unterschiede in den drei Schichten feststellen, wobei diese in der Relation von Unter- und Oberschicht am deutlichsten zu erkennen sind.

Sozialer Wandel impliziert verschiedene Bereiche, wie auch in den vorherigen Kapiteln festzustellen war. Nicht nur in religiösen, traditionellen und schichtspezifischen Bereichen hat eine Modernisierung stattgefunden, sondern auch in den Geschlechterrollen von Mann und Frau.

Ein Wandel der Werte und des Geschlechterempfinden hat sich besonders ab Mitte der er Jahre herauskristallisiert.

Der Emanzipationsprozess der Frau machte sich zunehmend durch die Besetzung von Frauen in Führungs- oder politischen Positionen, sowie durch das Ändern des Ehe- und Familienrechts, bemerkbar vgl.

Nunner- Winkler Wir werden auf beide Begriffe in Bezug auf Vornamen eingehen. Zunächst ist es in Deutschland gesetzlich reglementiert, dass aus einem Vornamen, der vergeben werden soll, das biologische Geschlecht des Namensträgers eindeutig erkennbar sein muss vgl.

Kapitel 1. Insgesamt bestätigten die Ergebnisse, dass ein Wandel der Vornamen und auch ein Wandel der Kultur stattgefunden hat.

Nachdem der Vorname in gesellschaftlichen, soziologischen Zusammenhang dargestellt wurde, wird nun die psychologische, individuelle Sicht des Individuums erläutert und diese in Zusammenhang mit dem eigenen Vornamen gebracht.

Es wurde bereits herausgestellt, dass Vornamen zwei Funktionen implizieren, zum einen die Funktion der Identifizierung und zum anderen die der Individualisierung.

Im Zusammenhang mit Selbst, Identität und Identifizierung, wird oft der Begriff des Selbstwertes oder Selbstwertgefühls, sowie die Selbstdarstellung angebracht.

Als Selbstwertgefühl definieren Gerring und Zimbardo die generalisierte Bewertung des Selbst, das wiederum diese Bewertung einen starken Einfluss auf die Gedanken, Gefühle und das Verhalten eines Individuums hat, wurde unter anderem von Baumeister, Campbell, Krueger und Vohs festgestellt.

Ein niedriges Selbstwertgefühl kann dazu beitragen, dass die Fähigkeiten, die ein Individuum vielleicht besitzt nicht erkannt oder nicht getestet werden und so ein möglicher Erfolg gar nicht abzuschätzen ist.

Solche Personen führen ein Scheitern ihres Handelns meist auf vorgefertigte Ausreden zurück, anstatt auf ihre eigenen Fähigkeiten und unterliegen damit ihrer Selbstbenachteiligung oder Selbst- Beeinträchtigung.

Dies ist eng verbunden mit der Selbstdarstellung, da herausgefunden wurde, dass wenn die Ergebnisse eines Handelns öffentlich gemacht werden, der Effekt der Selbstbenachteiligung vermehrt einsetzt, um eine Niederlage besser darzustellen vgl.

Self Nach Erik Erikson wird das Selbstwertgefühl im Alter zwischen drei und sechs Jahren bei Kleinkindern ausgeprägt und kann zu dieser Zeit schon beeinträchtigt werden.

Die eigentliche Identität kann nach Erikson erst in der essenziellen Krise, also dem Konflikt zwischen Intimität und Isolation, während der Adoleszenz-Phase, zur Entdeckung der wahren eigenen Identität führen vgl.

Um das Selbstbild einer Person im Hinblick auf Vornamen zu vervollständigen, richten wir den Fokus an dieser Stelle auf die zweite Funktion des Vornamens, die Individualisierung.

Individualität ist vermehrt seit dem Ob durch die Frisur, Kleidung, Körperhaltung, Accessoires oder Musikrichtung, Sportart, sowie politische Einstellung und Fähigkeiten, die Möglichkeiten hierfür sind nahezu unbegrenzt.

Auch Eltern, die ihrem Kind einen Vornamen geben, legen mehr oder weniger Wert darauf diesen individuell für das Kind zu gestalten, damit es sich von anderen unterscheidet.

Dabei entstehen nicht selten wilde Kombinationen aus verschiedensprachigen Namen, die im deutschen kaum auszusprechen, noch zu schreiben sind, wie: Tetje Lars Hennessy Justin oder Amor Lian Basil, nur um nicht denselben Namen wie jemand anderes zu vergeben siehe dazu Artikel von Jan Weiler, Nichtsdestotrotz scheint die Bedeutung von Individualität in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen zu haben und wird als Kriterium für die Beschreibung und Wichtigkeit der Komponenten des Selbstbildes oft genannt.

Selbst in der etymologischen Bedeutung von Individualität findet man die Komponenten Ungeteiltheit und Einzigartigkeit des Individuums wieder.

Der Wandel hin zu der Forderung nach mehr individuellem scheint mit dem Prozess der Kulturmodernisierung einher zu gehen, die Menschen wollen immer weniger Merkmale mit anderen Menschen gemeinsam haben vgl.

Schon Emile Durkheim und Georg Simmel haben die Modernisierung der Gesellschaft durch zunehmende Differenzierung und Arbeitsteilung als zentrales Theorieelement gekennzeichnet.

Hinzu kommend ist das Aufbrechen von traditionellen Ligaturen als Möglichkeit für die freie Entfaltung des Individuums, sowie die Endstrukturierung von Schichten und Klassen, sowie sozialen Milieus vgl.

Beck Bilden wir uns das nur ein? Ist vielleicht auch Neid oder ein geringeres Selbstwertgefühl ausschlaggebend für diese Behauptung? Andere Menschen rauchen und trinken ihr Leben lang und werden 99!

Unendlich viele Faktoren können dazu beitragen, dass wir subjektive Ungerechtigkeit oder aber auch Gerechtigkeit empfinden. Dies setzt voraus, dass wir auch objektiv Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit erkennen und differenzieren können.

Vor diesem Hintergrund ist daher die als Überschrift versehene Frage durchaus berechtigt. Darüber hinaus begegnen wir, durchaus auch unbewusst, in unterschiedlichen Abschnitten des Alltags einer Vielzahl von Symbolen der Gerechtigkeit.

Egal ob man in die Kirche geht und eine Kerze für die Gerechtigkeit anzündet oder man zufällig ein Buch liest, worin die Akteure um ebendiese kämpfen.

Wie viele Kinofilme haben wir wohl schon gesehen bei denen das Streben nach Gerechtigkeit die zentrale Aufgabe darstellt? Gerechtigkeit ist institutionalisiertes Menschenrecht.

Gerechtigkeit herrscht, wenn das Recht alle gleich behandelt und das Eigentum sicher ist. Kersting aus Roman Herzog Institut , S.

In der Psychologie weist die Gerechtigkeitsforschung noch keine allzu lange Tradition auf. Hierbei geht es nicht nur um Gerechtigkeitsmotive bzw.

Gerechtigkeitsempfinden sondern auch die Folgen der Ungerechtigkeiten spielen eine Rolle. Wie ist es, wenn man selbst Opfer wird?

Oftmals ist in literarischen Werken der Zusammenhang von Gerechtigkeit und Moral zu entdecken. Anzubringen ist an dieser Stelle Lawrence Kohlberg, welcher die Stufen der Gerechtigkeit in der Moralpsychologie entwickelte.

Heinz brach in seiner Verzweiflung doch in die Apotheke ein um das Medikament zu stehlen, was seiner Frau das Leben retten könnte.

Nun kommen in diesem Fall automatisch zugleich viele Argumentationen auf. Heidbrink , S. Was ist nun eigentlich gerecht und vor allem moralisch richtig?

Ganz anders hingegen argumentiert Prof. Welche Tragweite jedoch die Gerechtigkeitsforschung hat, kann man auch in der Soziologie feststellen.

Verschiedenste Austauschtheorien setzen Güter wie Vertrauen, Gemeinsinn, Moral, Nächstenliebe aber auch Eigennutz voraus, damit eine Gerechtigkeit und letztendlicher Austausch gewährleistet werden kann.

Gerade aber Eigennutz kann in der Soziologie auch Ungerechtigkeit hervorrufen, sobald ein Akteur sein Eigeninteresse den damit entstehenden Nachteilen Anderer vorzieht.

Schmitt , S. Auch der Artikel 3, Absatz 1 des Grundgesetzes besagt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind.

Inwiefern hierbei nicht dennoch Ungerechtigkeit auftritt, gilt es darüber nachzudenken bzw. Wie im vorherigen Abschnitt bereits erwähnt, existieren durchaus bekannte Theorien zur Thematik der Gerechtigkeit.

Maes a, S. Dieses Zitat gilt als Kernaussage Lerners. Somit kann nach Lerner davon ausgegangen werden, dass alle Menschen diesem Leitsatz nachgehen.

Darüber hinaus ist jeder von der Gerechtigkeit auf Erden überzeugt. Dies bedeutet nicht nur, dass der Mensch in einer gerechten Welt lebt, sondern darüber hinaus auch dem Alltag mit Vertrauen, Hoffnung und im Allgemeinen mit Harmonie begegnet.

Mit diesen Werten wird ein stabiles und geordnetes Umfeld geschaffen, welche für die Stabilität des menschlichen Lebens sorgen. Einhergehend damit werden sämtliche Ereignisse so interpretiert, dass diese stets dem Ideal einer gerechten Welt entsprechen.

Stabil dabei bedeutet, dass der Mensch sämtliche positive aber auch negative Ereignisse zusammenfügt und damit ein kognitives Gleichgewicht hergestellt wird.

Dass die Gerechtigkeitsforschung vor allem auch Wurzeln in der Motivationspsychologie aufweist, zeigt sich hier auch in dem Verlangen nach Stabilität.

Denn diese entspringt der adaptiven Motivation vgl. Lerner Folglich ist es für die Menschheit wichtig, Ungerechtigkeiten zu entgehen bzw. Um dies zu erreichen wird die Welt so verzerrt, dass das eigene Wohlbefinden vorzufinden ist.

Lerner unterscheidet jedoch auch bewusst eine gerechte Welt und eine Welt des Vorhersehbaren oder auch Kontrollierbaren.

Das bedeutet vielleicht, dass es in dieser Welt nicht immer unbedingt vergnüglich und wünschenswert ist, jedoch kann der Mensch sich hier realistische Ziele setzen und diese auch verwirklichen.

Somit stellt Lerner die gerechte Welt, im Gegensatz zu den anderen Welten, auch auf eine etwas höhere Stufe vgl. Lerner , S. Darüber hinaus existiert noch eine Welt der Opfer.

Diese werden als Menschen charakterisiert, welche nicht unmittelbar die Möglichkeit haben, ihr Schicksal zu beeinflussen.

Nach diesen Aufzählungen möchten wir weiterhin an Lerners Kernaussage, dass Menschen der festen Überzeugung sind, an die Gerechtigkeit des Schicksals zu glauben, anknüpfen.

Ein Experiment von Lerner und Simmons besagt, dass eine Person bei einem Gedächtnistest für jeden Fehler mit einem Elektroschock bestraft wird.

Die Fehler sind jedoch bewusst unvermeidbar, so dass die Person ohne eigenes Verschulden bestraft wird vgl. Schmitt et al.

Nach der Theorie Lerners findet nun jeder Beobachter eine Strategie um diesem Ereignis eine schlechte Eigenschaft beizumessen, so dass der Glaube an die gerechte Welt stabil bleibt.

Auch wenn sich dieses Experiment mit ihren Hypothesen bestätigte, wurde diese Situation durch Dalbert, Montada und Schmitt , Struktur und Funktion der Verantwortlichkeitsabwehr neu geprüft — mit kontradiktorischen Ergebnissen.

Darauf hinzuweisen ist auch, dass es nicht nur die Form des Gerechte-Welt-Glaubens gibt, sondern auch das Gegenstück — der Glaube an eine ungerechte Welt.

Darüber hinaus gibt es den Glauben an eine immanente und an eine ultimative Gerechtigkeit Maes Die immanente Gerechtigkeit sagt allgemein aus, dass auf gute Taten Belohnungen folgen und auf schlechte Taten Bestrafungen.

Ultimativ hingegen ist auch in vielen Religionen bekannt. In der ultimativen Gerechtigkeit können Ungerechtigkeiten auftreten, ohne dass sofort das Opfer abgewertet oder sogar aufgewertet wird.

Die Gerechtigkeit wird dementsprechend über einen kürzeren oder weitaus längeren Zeitraum, ferner sogar erst in einer anderen Welt wie zum Beispiel das Paradies, wieder hergestellt vgl.

Maes , S. Als Nutzenmaximierer interessieren sie sich für ihr Anliegen und nicht für den Nutzen der Anderen. Dies bedeutet nicht, dass rationale Akteure die Vorhaben anderer nicht berücksichtigen.

Sie werden insofern berücksichtigt, sobald die Interessen des Anderen dem Eigennutz dienlich sind. Gemeinnutz entsteht daher nur als Folge rationalen und nutzenmaximierenden Handelns und unterliegt weit dem Eigennutz.

Beim Gerechte-Welt-Glauben handelt es sich um eine interindividuell variierende Disposition, die die Stärke des Gerechtigkeitsmotivs indiziert.

Dalbert , S. Spielt hierbei auch das eigene Gerechtigkeits- bzw. Ungerechtigkeitsempfinden eine Rolle? Dies soll im nächsten Abschnitt näher erörtert werden.

Bereits in der Einleitung haben wir einige Beispiele erwähnt, welche für das unterschiedliche Empfinden für Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit sprechen.

Neid und damit auch oft ein einhergehendes reduziertes Selbstwertgefühl sind wohl die offensichtlichsten Faktoren für Ungerechtigkeitsempfinden. Darüber hinaus gibt es genug Menschen, die ihren Namen persönlich nicht so schön finden wie andere Namen.

Nun trifft Petra auf Julia, welche sich mit ihrem Namen unwohl fühlt und bald vor Neid erblasst. Die Frage ist doch aber, was genau in dem Menschen vorgeht?

Ist es allein die subjektive Wahrnehmung von Ungerechtigkeit? Naheliegend ist aber auch, dass nicht jede Ungleichheit von mehreren Individuen zu Neid führen kann, denn sonst wäre man jeden Tag mit der Kompensierung von Differenzen unterschiedlichen Wesensmerkmalen beschäftigt.

Fakt in diesem Beispiel ist aber, dass bei der betroffenen Person generell ein Ungerechtigkeitsempfinden vorliegt. Unabhängig davon, ob diese wirklich nur auf den Namen neidisch ist oder vielleicht doch tieferes dahintersteckt.

Insofern ist es auch möglich, dass nicht der Vorname eine zentrale Rolle des Neids spielt sondern weil die Person mit dem subjektiv schöneren Vornamen ein höheres Ansehen im Freundeskreis besitzt und somit der Vorname an sich gar nicht der auslösende Indikator ist, sondern eher die gefühlte Ungleichbehandlung im Freundeskreis.

Zu betonen ist weiterhin, dass Neid nicht unbedingt eine Folge von Ungerechtigkeitsempfinden ist.

Auch wird deutlich Neid als ein moralisches Gefühl abgegrenzt. So reicht es bereits nach Rawls für den Mitmenschen zu erfahren, dass er sich in einer schlechteren Lage befindet als ein Anderer.

Diese Situation beeindruckt so sehr, dass wir unseren Standard zugleich abwerten vgl. Wahner , S. Vor diesem Hintergrund kann man davon ausgehen, dass — wie im obigen Beispiel — gar kein direktes Interesse am schöneren Vornamen besteht, sondern nur die Besserstellung des eigenen Standards auf das Ansehen der Personen im Freundeskreis.

Der entstandene Neid ist daher eher auf eine Signifikanz mit Selbstwertproblemen zurückzuführen. Subjektive Ungerechtigkeit nach Smith , welche in Form als Emotion von feindseligem Neid ausgedrückt wird, ist also dann vorhanden, wenn die eigens empfundene Ungerechtigkeit durch andere Personen höchstwahrscheinlich nicht dergleichen erlebt wird.

In unserem Beispiel wird Petra Julia nie offenkundig sagen, dass sie wesentlich beliebter im gemeinsamen Freundesumfeld ist und dies selbst ungerecht findet.

Spricht man von der Ungerechtigkeitssensibilität, so zeigen sich kleine perspektivische Unterschiede zum Ungerechtigkeitsempfinden.

Gerechtigkeitszentralität lässt nämlich bisher die Frage offen, wie die jeweilige Situation beurteilt wird.

Hierbei geht man von der Anfälligkeit von Ungerechtigkeitsempfinden einer Person aus. Das bedeutet, je sensibler und dementsprechend schneller eine Ungerechtigkeit wahrgenommen wird, desto emotionaler reagiert man darauf, was sich ebenfalls im Verhalten und Handeln auswirkt.

Die Ungerechtigkeitssensibilität lässt sich in drei, voneinander unabhängigen, Perspektiven aufgliedern: die Beobachterperspektive, die Täterperspektive und die Opferperspektive.

Wie im Wort schon enthalten, wird man als Beobachter bezeichnet, sobald man Ungerechtigkeit an einer anderen Person erlebt und daher in seiner Situation bevorzugt ist.

Allerdings ist es auch möglich, dass ich selbst die Verantwortung für erlebte Ungerechtigkeit trage und somit zum Täter werde. Wie unter 2.

Somit ist die Perspektive des Opfers bereits beschrieben. Da die Menschheit stets motiviert ist am Gerechte- Welt- Glauben festzuhalten, werden verschiedenste Muster angewandt um die Präsenz von Ungerechtigkeit nicht zu gewähren.

Erhält die Ungerechtigkeit aber Einzug und kann nicht abgewandt werden so wird anhand kognitiver Prozesse versucht, Gerechtigkeit wieder herzustellen.

Erwähnt wurde vorhin, dass die drei Perspektiven unabhängig voneinander agieren. Dennoch kann man davon ausgehen, dass die Beobachter- und Opferperspektive zugehörig erscheinen.

Denn es erscheint uns logisch, dass gelegentlich auch ein Opfer einen Beobachter an seiner Seite hat. Wie nun kann ein Opfer eines Schicksalsschlages mit dem Glaube an eine gerechte Welt übereinkommen?

Eine Möglichkeit ist im Sinne der self- fulfilling- prophecy nach Robert K. Das Opfer lebt solange in einer bestimmten Lage und verhält sich so in dieser, dass sich nach einer gewissen Zeit das Befürchtete auch erfüllt.

Zu hoffen dabei ist, dass sie die Lage in diesem Prozess noch geändert haben oder aus der erlebten ungerechten Situation einen doch positiven Schluss ziehen, so dass dem Glauben an die gerechte Welt nichts mehr im Wege steht.

Staffel 1 Episode Es war Mord. Staffel 1 Episode Unter Verdacht. Staffel 1 Episode Mutprobe. Staffel 1 Episode Die lebende Leiche.

Staffel 1 Episode Kein Wunschkind. Staffel 1 Episode Doppelleben. Staffel 1 Episode Gefährliches Spiegelbild. Staffel 1 Episode Nonne in Not.

Staffel 1 Episode Der fremde Lover. Staffel 1 Episode Und raus bist du. Staffel 1 Episode Tragische Verwechslung.

Staffel 1 Episode Das Monster. Staffel 1 Episode Im Angesicht des Todes. Der Sündenbock. Sex Date mit Folgen. Mein Mann ist kein Mörder. Staffel 1 Episode Landlust.

Staffel 1 Episode In dubio pro reo. Staffel 1 Episode Im Fadenkreuz. Staffel 1 Episode 2 Millionen Euro Taschengeld. Staffel 1 Episode Im Affekt.

Staffel 1 Episode Rote Rosen. Staffel 1 Episode Ins eigene Fleisch geschnitten. Staffel 1 Episode Zivilcourage mit Folgen.

Staffel 1 Episode Diplomatische Fahrerflucht. Staffel 1 Episode Der letzte Sonntagsbraten. Staffel 1 Episode Abgesang. Staffel 1 Episode Der Strohmann.

Staffel 1 Episode Giftige Kugeln. Staffel 1 Episode Geliebter Lehrer. Staffel 1 Episode Ein Leben für ein Leben.

Staffel 1 Episode Ich bin nicht verrückt. Staffel 1 Episode Schatten der Vergangenheit. Staffel 1 Episode Die Entführung. Staffel 1 Episode Der Schöffe.

Staffel 1 Episode Mias Absturz. Staffel 1 Episode Bigamie. Staffel 1 Episode Mobbing am Bau. Staffel 1 Episode Endstation Sucht.

Staffel 1 Episode Brillant. Staffel 1 Episode Rache. Staffel 1 Episode False Memory Syndrom. Staffel 1 Episode 6: Im Namen des Teufels.

Staffel 1 Episode Das falsche Leben. Staffel 1 Episode Kündigungsgrund: Zu sexy. Staffel 1 Episode Bewährungsprobe.

Staffel 1 Episode 8: Abgezockt. Staffel 1 Episode Verschollen. Staffel 1 Episode Eiskalter Engel. Staffel 1 Episode Dem Feind so nah.

Staffel 1 Episode Die goldene Pille. Staffel 1 Episode Die Prophezeiung.

Staffel 1 Episode Das Monster. Staffel 1 Episode Im Angesicht des Todes. Der Sündenbock. Sex Date mit Folgen.

Mein Mann ist kein Mörder. Staffel 1 Episode Landlust. Staffel 1 Episode In dubio pro reo. Staffel 1 Episode Im Fadenkreuz. Staffel 1 Episode 2 Millionen Euro Taschengeld.

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Staffel 1 Episode Endstation Sucht. Staffel 1 Episode Brillant. Staffel 1 Episode Rache. Staffel 1 Episode False Memory Syndrom.

Staffel 1 Episode 6: Im Namen des Teufels. Staffel 1 Episode Das falsche Leben. Staffel 1 Episode Kündigungsgrund: Zu sexy. Staffel 1 Episode Bewährungsprobe.

Im Namen der Gerechtigkeit Beängstigender Anruf min. Im Namen der Gerechtigkeit Ich brauche eine richtige Mutter min.

Im Namen der Gerechtigkeit Hau ab, du Bitch! Im Namen der Gerechtigkeit Liebhaber weg, Geld weg min. Im Namen der Gerechtigkeit Ungeliebte Betreuung min.

Im Namen der Gerechtigkeit Ticket ins Paradies min. Im Namen der Gerechtigkeit Drogenlabor im Wald min. Zum anderen wird die Gradwanderung des Gesetz und des Staates zwischen der elterlichen Freiheit in der Namensgebung und dem Schutz zum Wohle des Kindes vor eventuellen Schäden bewahrt, die dieses durch den gegebenen Namen erleiden könnte.

Trifft eines der beiden Kriterien zu, gilt ein Vorname als unzulässig vgl. Ebenso dürfen mehrere Geschwister nicht genau denselben Namen tragen, um die Individualität der Person zu gewährleisten vgl.

Diedrichsen Für beide Kriterien spielt die mehrheitliche Einschätzung der Bevölkerung als Bewertungsfaktor eine zentrale Rolle. Auf diese Thematik wird zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eingegangen.

Ein weiterer Grundsatz in der Rechtsprechung besagt, dass durch einen Namen das Geschlecht des Namenträgers eindeutig erkennbar sein muss.

Wie kommt es nun trotzdem dazu, dass es Männernamen wie beim bekannten Komödianten Markus Maria Profitlich gibt?

Die Rechtsprechung hat dafür folgende Erklärung: Die Zulässigkeit des weiblichen Namens ist für einen Träger männlichen Geschlechts nur mit Zusatznamen, aus dem eindeutig das männliche Geschlecht hervorgeht, erlaubt.

Nebenher gesagt, sind Namen die mit einem Bindestrich verbunden sind, vor dem Gesetz als ein Vorname gekennzeichnet. Jedoch ist nicht mehr als ein Bindestrich in einem zusammengesetzten Vornamen erlaubt.

Die Namensträger dürfen folglich nicht im Nachhinein die Namen trennen, wie etwa bei einer rechtskräftigen Unterschrift vgl.

Schwierigkeiten kommen erst dann auf, wenn ein ausländischer Name im deutschen geschlechtsneutral ist und als Einzelname verwendet werden soll.

Da das Mädchen in Deutschland geboren wurde und der Name geschlechtsneutral sei, wurde dieser abgelehnt. Die Forderung des Beschlusses bestand darin, einen eindeutigen Zusatznamen zu wählen.

Dies wiederum lehnten die Eltern aus religiösen Gründen generell ab. Das Gericht besteht weiterhin auf die Zugabe eines zweiten Namens und das Beschwerdeverfahren wurde fortgesetzt vgl.

Der letzte rechtliche Aspekt im Namensgesetz befasst sich mit der Änderung des vorhandenen Namens, hierbei wird kontextbezogen wiederum speziell auf den Vornamen eingegangen.

Hierbei werden die Interessen des Antragstellers mit dem, der öffentlichen Belange abgewogen, wobei durchweg ein öffentliches Interesse an der Beibehaltung von Vornamen besteht.

Eine Namensänderung dient somit dem alleinigen Zweck die erhebliche Unzuträglichkeit, die durch den bestehenden Namen gegeben ist, zu beseitigen.

Im Fall eines nach Deutschland immigrierten und eingebürgerten Ausländers, dessen Vorname durch seine Schreibweise oder Aussprache im neuen Heimatland erhebliche Schwierigkeiten während des Integrationsprozesses verursacht, zählt als wichtiger Grund vgl.

Würde Jorge sich in seinem Fall, als in einem Integrationsprozess steckender Ausländer, diskriminiert fühlen, bestünde die Möglichkeit einer Änderung in die deutschen Formen, Georg oder Jörg.

Weitere Gründe können, familiärer, persönlicher oder religiöser Art sein. Beispiele hierfür bietet im persönlichen Bereich oft eine extrem negative Erfahrung, die mit dem Namen assoziiert wird und deshalb der bestehende Name aufgrund des psychischen Wohles nicht weiterhin tragbar ist, gleichsam einer Vergewaltigung oder Misshandlung.

Im Fall der Konvertierung zu einer anderen Religion, die so wie der Islam einen religiösen Namen wünscht, sind ferner Anpassungsmöglichkeiten gegeben vgl.

Loos , S. Eine kleine Besonderheit birgt der Grund der Namensänderung anlässlich der Forderung durch einen Transvestiten.

Da wie bereits konstatiert wurde, dass ein Vorname geschlechtsspezifisch sein muss, spricht dies zum einen für einen Grund der Ablehnung einer Namensänderung, andererseits fühlen sich Transvestiten, als Angehöriger eines anderen Geschlechts und erleiden durch die persönliche psychische Disposition eventuell erhebliche Unzuträglichkeiten.

Bei Travestie- Fällen wird individuell, auch unter Berücksichtigung einer Geschlechtsumwandlung, entschieden vgl. Loos Travestie ist allerdings eindeutig von Transsexualität zu unterscheiden, denn hier gilt das Transsexuellengesetz TSG vom Kein wichtiger Grund hingegen bietet das Massenvorkommen von Vornamen, wie Modenamen, die einfach nur häufig auftreten, aber keine Beeinträchtigung bilden.

So wurde durch die Lockerung des Adoptionsänderungsgesetz vom Ist ein Spätaussiedler oder Vertriebener im Sinne des Art.

Zuständig für den Antrag ist die jeweilige Verwaltungsbehörde am Wohnort des Antragstellers vgl. Die Kosten für eine Vornamensänderung belaufen sich auf 2,50 bis Euro, bei der Änderung eines Familiennamens sogar bis 1.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden fundierte und optionale Definitionen von Namenkunde, sowie reglementierte Anweisungen im Namensrecht erläutert, die verbindlichen Niederschriften in Lexika und Gesetzestexten sind so ansatzweise abgedeckt.

Doch was empfindet der Mensch oder assoziiert die Gesellschaft beim Hören oder Lesen eines Vornamens? Wie ist die allgemeine Haltung und gibt es Erwartungen in Bezug auf Merkmale, welche die Person und Persönlichkeit eines Namensträgers ausmachen?

Man muss gar nicht unbedingt Forschungsergebnisse oder -studien vergleichen, um herauszufinden, dass jeder Mensch automatisch eine Erwartungshaltung gegenüber einem unbekannten Namensträger einnimmt.

Wir können uns selbst dabei beobachten, wie wir das Aussehen oder Charaktermerkmale der anonymen Person generieren und konstruieren, nur aufgrund der Namensinformation.

Die mentale Konstruktion der anonymen Person, wie jemand sein muss oder aussehen könnte, wird zum einen durch das Subjekt selbst beeinflusst.

Zu vermuten ist es, dass Informationen aus vergangenen Erfahrungen mit jemandem, der vielleicht den gleichen oder einen ähnlichen Namen hat und der uns bekannt ist, gewonnen und in die Konstruktion integriert werden.

Dass der Vorname als Forschungsgegenstand bis heute eher weniger in den Wissenschaften vorzufinden war, wurde bereits erläutert.

Dabei birgt dieser ein nicht unerheblich wichtiges Forschungsmaterial für das Untersuchungsfeld der Psychologie und besonders für sozialpsychologische Studien.

Ging man bisweilen davon aus, durch einen Namen das Geschlecht der Stimulusperson festzulegen, um damit relativ neutrale Grundvoraussetzung für eine Untersuchung zu schaffen, muss spätestens nach Kasof der Neutralitätsgedanke überdacht werden.

Zuvor allerdings hatte Goldberg in einem klassischen Experiment zu Geschlechterrollenstereotypen einen vermuteten Zusammenhang von sexueller Diskriminierung durch Vornamen hergestellt.

Hier wurden Versuchspersonen aufgefordert die Qualität eines Aufsatzes zu bewerten, wobei dieser einmal von einem fiktiven männlichen Autor namens John und ein anderes Mal von einer fiktiven weiblichen Autorin namens Joan verfasst wurde.

Das Ergebnis dieser Untersuchung brachte hervor, dass die Probanden vorrangig den Aufsatz des männlichen Autors favorisierten und man so eine sexuelle Diskriminierung zu Ungunsten weiblicher Autorinnen annahm vgl.

Rudolph , S. In dieser Studie wurden den Probanden identische, tabellarische Lebensläufe mit unterschiedlichen Geschlechternamen vorgelegt und wiederum bevorzugte man die männlichen fiktiven Personen.

Diese sogenannten Namenseffekte prägen sich am stärksten aus, wenn die Probanden möglichst wenige Informationen über die zu bewertende Person haben, folglich desto anonymer die Person hinter dem Vornamen ist.

Erst Kasof zeigte, dass neben der Geschlechterrolle auch noch andere Faktoren und Merkmale der fiktiven Person Einfluss auf die Beurteilung nehmen, wie das Alter, Intelligenz, ethische Zugehörigkeit und die soziale Klasse.

Es gab nach Kasof somit innerhalb der weiblichen oder männlichen Vornamen breite Streuungen, was die Bevorzugung eines Vornamens angeht.

Gleicht man die Attraktivität der verschiedengeschlechtlichen Vornamen aus, verschwindet die Benachteiligung und ein Vergleich von Geschlechternamen ist möglich.

Da dieser eine bestimmte Erwartungshaltung gegenüber den Ergebnissen hat und so die Probanden durch Mimik, Gestik oder Körperhaltung lenkt, um seine Haltung zu bestätigen vgl.

Er konnte scheinbar Rechenaufgaben, auch sehr komplizierte, mühelos ausrechen und zeigte die Lösung, durch die Anzahl von Hufschlägen seinem Besitzer an.

Jedoch war Hans kein richtiges Rechengenie, sondern nur ein guter Beobachter, denn sein Besitzer zeigte gänzlich unbewusst durch seine dementsprechende Erwartungshaltung die Ergebnisse, durch optische Hinweisreize an vgl.

So hätten die Forscher vermutlich den männlichen Namen relativ schnell durch die leichtere Zugänglichkeit oder den Bekanntheitsgrad ersucht oder erdacht und leiten dann daraus einen passenden weiblichen Namen ab.

Folglich erscheint es schwierig, aufgrund von reiner Intuition oder Überlegung äquivalente verschiedengeschlechtliche Vornamenpaare zu finden.

Ebenso ist deutlich geworden, dass die Wahl eines Namens beim Betrachten oder Konstruieren einer Studie, deren Fokus nicht auf dem Namen an sich liegt, ein weitaus wichtigerer Entscheidungsfaktor ist, als bisher angenommen.

Somit ist es sinnvoll, den Vornamen selbst als Forschungsgegenstand zu betrachten. Wie bereits erläutert, fanden Untersuchungen von Vornamen bisher hauptsächlich nur im angelsächsischen Raum statt, erst seit den er Jahren wurden auch im Deutschland und Österreich, Forscher auf dieses Gebiet aufmerksam.

Die Studie fand in leicht abgewandelter, aktualisierter Form, im Jahr erneut statt und wird im nächsten Kapitel genauer vorgestellt.

Aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachtet die Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Frau Prof. Ihr Schwerpunkt liegt hierbei allerdings auf dem Zusammenhang von Vornamen und Bildungschancen.

Diese Studie wird ebenfalls im Folgenden näher erläutert. Aufgrund des fortwährenden Wandels der Wahrnehmung von Vornamen sei es laut Rudolph angebracht, die Forschungsergebnisse auf den neuesten Stand zu bringen.

Die 60 Namen der aktuellen Studie werden hinsichtlich dreier Merkmale untersucht, zum einen werden Wortnormen erstellt in denen festgehalten wird, nach welchen Merkmalen Namen durchschnittlich wahrgenommen werden.

Im dritten Forschungsgegenstand wird versucht Faktoren zu finden, die mit entscheidend dafür sind, wie Eltern ihren Kindern Namen geben und warum sie genau diese Namen wählen.

Rudolph und geht davon aus, dass man bei Vornamen die man liest oder hört, automatisch Assoziationen zum Alter, Geschlecht oder Intelligenz, sowie ethische Zugehörigkeit und sozialen Klasse der Person hat vgl.

Insbesondere ist die Alterskategorie als erste soziale Wahrnehmung entscheidend über die Beurteilung eines Menschen. Die Voraussetzung dafür liegt allerdings in der Anonymität der Person, dessen Name beurteilt wird, denn je weniger Informationen über den Träger bekannt sind, desto deutlicher ist der Namenseffekt.

Hinzukommend verändern sich diese Namensassoziationen im Wandel der Zeit und Historie. So wirken heute Namen wie Lea und Felix wesentlich jünger, attraktiver und intelligenter als Elfriede und Helmut vgl.

Die Forscher wählten je zwölf weibliche und männliche moderne und altmodische Namen, sowie jeweils sechs weibliche und männliche zeitlose Vornamen, basierend auf dem Datenmaterial von Kleinteich und Müller Insgesamt haben 83 weibliche und 63 männliche Personen mit dem Durchschnittsalter von 32,68 Jahren, den seitigen, auf DIN-A5 gedruckten Fragebogen beantwortet.

Die meisten Probanden von Personen stammten aus den neuen Bundesländern. Der Fragebogen an sich war in drei Befragungsteile gegliedert: Im ersten Teil wurde nach der Attraktivität der 60 Namen gefragt, in Bezug darauf, den eigenen Kindern den Namen zu geben.

Der zweite Hauptteil erfasste vier Fragen zu Alter, Intelligenz, physische Attraktivität und Religiosität der Person, die hinter dem jeweiligen Namen steckt, für jeden einzelnen der 60 Vornamen.

Dabei wurde die Reihenfolge durch Randomisierung variiert. Im letzten Teil sollten die Probanden zwei Vornamen aus der Liste aussuchen, die sie ihren Kindern am ehesten heute noch geben würden.

Die Antwortskalen bestanden aus elfstufigen, sowie sechsstufigen bipolaren Skalen. Die Ergebnisse basieren auf varianzanalytischen und häufigkeitsbezogenen statistischen Auswertungen und sind hier auszugsweise zusammengefasst.

Hinzukommend erachteten die Probanden moderne und zeitlose Namensträger als religiöser als Träger altmodischer Vornamen. Ältere Versuchspersonen schätzen Namensträger generell älter ein und finden altmodische Namen religiöser wirkend als jüngere Probanden.

Auch finden ältere Versuchspersonen altmodische Namen attraktiver und intelligenter als moderne Namen. Umgekehrt ist es bei den jüngeren Probanden, sie schätzen eher Personen mit modernen Namen als attraktiver und intelligenter ein.

Zeitlose Namen schneiden in Bezug auf Personenattraktivität und Intelligenz generell bei den älteren Probanden besser ab, als bei Jüngeren.

Personen die also als attraktiv eingestuft werden, werden automatisch intelligenter eingeschätzt als weniger attraktive Personen.

Je jünger eine Person wahrgenommen wird, desto attraktiver und intelligenter wirkt sie auf die Probanden. Uwe gilt beispielweise bei allen Befragten als altmodisch und viel weniger attraktiv als Tim oder Felix, die als modern, und auch attraktiver und somit intelligenter wirken.

Bei den weiblichen Namen waren Petra und Birgit, die als altmodisch gelten, unattraktiver als Sophie und Hannah. Für zeitlos werden Maria, Anna, Alexander und Matthias gehalten.

Losgelöst davon, hat sich der aufgetretene Haupteffekt, dass sich das Versuchspersonenalter auf die Alterseinschätzung auswirkt, wie es auch in der Studie von der Fall war, wiederholt und bestätigt.

Die Alterseinschätzung ist somit subjektiv von der Altersgruppe der einschätzenden Personen abhängig, da diese von Vornamen aus der eigenen Altersklasse ausgehend bewerten.

Zum einen wird ein Name als zeitlos erster Ordnung erachtet, wenn die Einschätzung des Alters der Namensträger sehr heterogen sind, da die statische Verteilung über alle Urteile hinweg verzerrt ist und somit der Name über einen längeren Zeitraum oft vergeben wurde.

Zum anderen gilt ein Name als zeitlos zweiter Ordnung , wenn der Namensträger von jüngeren Personen als jung eingeschätzt wird und von älteren als alt.

Die statistische Verteilung ist über alle Urteile hinweg gleich verteilt, da der Name zu einem Zeitpunkt beliebt war, dies abflachte und zu einem späteren Zeitpunkt erneut beliebt und häufig vergeben wurde.

Bei den Trends in der Vornamensvergabe für die eigenen Kinder, ist generell ein Entfernen von traditionellen Gründen der Namensvergabe, wie die Vererbung von Familiennamen, zu beobachten.

Durch die in der Studie erworbenen Wortnormen für verschiedene Namen, liegt der praktische Nutzen nicht nur im psychologisch-wissenschaftlichen Bereichen, sondern auch die Werbepsychologie kann durch, Sensibilisierung für einige Namen, ihr Stimulusmaterial hinsichtlich wahrgenommener Attraktivität, Intelligenz und Alter ausbalancieren und kontrollierter oder manipulativer, hinsichtlich der Zielgruppen, einsetzen.

Doch nun wurde ein eventuell neuer Faktor für Bildungs- und Karrierechancen in den Köpfen der Diskutierenden erweckt. Die Ergebnisse der Studie waren sehr eindeutig und erschreckend zugleich, da durchaus von Voreingenommenheit bei Grundschullehrern gegenüber bestimmter Vornamen ausgegangen werden kann.

Besonders der Name Kevin schnitt in allen Befragungspunkten sehr schlecht ab und steht als stereotyper Vorname für einen verhaltensauffälligen Schüler.

Müller , Tabelle S. Als leistungsstark und zugleich verhaltensunauffällig hingegen, gelten die Namen Sophie, Maximilian, Marie, Hannah und Jakob.

Bei der Auswahl der Namen, waren den Grundschullehrern keine Vorgaben gemacht worden, sie konnten also frei die Namen wählen, die sie in den jeweiligen Kategorien beurteilen wollten vgl.

Insgesamt hält nur ein sehr geringer Anteil der Befragten eine kritische Distanz zu Vorurteilen in Verbindung mit Vornamen, die meisten Probanden stellten ihre Eindrücke deutlich dar.

In einem Spiegelinterview vom Ebenso erachtet sie es für besonders wichtig, Pädagogen und angehende Lehrer frühzeitig für die Gefahr der Vorurteile zu schulen und sensibilisieren.

Doch was könnten die Gründe dafür sein, dass Uwe als unattraktiv und Kevin als verhaltensauffällig gilt? Ist die Gesellschaft vielleicht selbst schuld daran oder sogar Ursache für die Erweckung von Vornamensstereotypen und deren Auswirkungen?

Auf diese Fragen soll im nächsten Kapitel näher eingegangen werden. Emilie Durkheim. Es wurden in vergangenen Kapiteln bereits die Existenz, Wirkung und der Einfluss von Namensstereotypen festgestellt und erläutert.

Was dies nun genau für die Gesellschaft und die Kultur bedeutet und wie die einzelnen Entwicklungsprozesse mit der Namensgebung einhergehen, setzt voraus, dass die Vergabe von Vornamen von den oben erwähnten Rahmenbedingungen beeinflusst wird.

Ob dies tatsächlich der Fall ist und inwiefern die Auswirkung der Namensvergabe von der kulturellen Situation abhängt, soll im Folgenden erläutert werden.

Denn die Vergabe und der Gebrauch von Vornamen sind eng mit der Stellung eines Menschen in der Gesellschaft und seinen eigenen Vorstellungen von der Welt, verbunden.

Ebenso ist aus den Untersuchungen von Rudolph, und hervorgegangen, dass ein Wandel der Vornamensvergabe definitiv stattfindet und somit auch ein sozialer Wandel, unter anderem an der Beliebtheit der Namen und ihrer Häufigkeitsvergabe in den einzelnen Jahrzehnten zu erkennen ist.

Kulturelle Modernisierung greift als Überbegriff für verschiedene Bereiche und Prozesse des sozialen Wandels - hier sind kollektive und gruppenspezifische Sinndefinitionen zusammengefasst, die alle Einwirkung darauf haben, wie sich eine Kultur entwickelt.

An dieser Stelle werden die Bereiche: Religion, Nation, Verwandtschaft und Familie, Schicht, sowie Geschlecht vorgestellt, wobei den letzten Beiden ein eigenes Unterkapitel gewidmet ist.

Religion war besonders ab dem Jahrhundert eine zentrale Instanz im Leben der Menschen, ab diesem Zeitpunkt war hinzukommend eine vermehrte Auswahl von christlichen Namen und deren Verbreitung nachweisbar siehe Kapitel 1.

Im Vergleich zu heute hat diese Vergabe prägnant abgenommen und auch in Hinblick auf die jüngere Historie, lässt sich ein Abflachen der Begeisterung von christlichen Namen feststellen vgl.

Zu erklären ist dies zum einen, mit dem gewachsenen Wohlstand und Bildungsgrad der Bevölkerung, woraus ein geringerer Bedarf an religiöser Orientierung entstehen könnte.

Gottgegebene Vorgaben und kirchlich vorgelebte Religiosität sind nicht mehr zentral im Alltag der Menschen gegenwärtig vgl.

Diese Namen sind stets mit der Geschichte und Politik Deutschlands verbunden, so hatten sie zum Zeitpunkt des Nationalsozialismus Hochkonjunktur in der Vergabehäufigkeit.

Da sich der geschichtliche Rahmen und politische Bezug gewandelt hat, kann auch die Abkehr von deutschen Namen als Indiz für kulturellen Wandel gesehen werden.

Darüber hinaus, als dritte traditionelle Einheit nach den christlichen und deutschen Namen, sind die Namen der verwandtschaftlichen Traditionsweitergabe zu erwähnen.

Doch auch dieser traditionelle Ausdruck der Zugehörigkeit scheint heutzutage überflüssig geworden zu sein.

Dies erklärt Gerhards mit der wachsenden, ökonomischen Unabhängigkeit von Eltern und Kindern. All diese drei traditionell ausgerichteten Segmente der Kulturentwicklung, erfuhren im Wandel der Zeit rückläufiges Interesse und somit auch rückläufige Vergabequoten der daran orientierten Vornamen.

Es ist deutlich geworden, dass ein signifikanter Zusammenhang von Vornamen und Geschichte besteht und sich die Interessen und Vergabekriterien mit der Zeit verändert haben.

Im Folgenden werden zwei weitere Aspekte des sozialen Wandels und der Vornamensgebung erläutert. Wir wollen die Gesellschaft in diesem Unterkapitel nicht mehr nur als Einheit betrachten, sondern in Subgruppen bzw.

Schichten aufteilen und die dortigen Besonderheiten der Namensvergabe vorstellen. In der klassischen Schichtungstheorie nach Davis und Moore wird davon ausgegangen, dass es in jeder Gesellschaft funktional wichtigere und weniger wichtige Positionen gibt, die nur durch spezielle Fähigkeiten ausgeübt werden können.

Auf die Vornamensvergabe projiziert, gibt es zunächst keinen schichtspezifischen oder ressourcenbezogenen Unterschied, da jeder Mensch auf den Namenspool der in Deutschland erlaubten Namen Zugriff hat.

Doch auch wenn oder gerade weil die Wahl der Namen uneingeschränkt ist, gibt es gewisse Subpoole die von bestimmten Schichten genutzt werden.

Ausgehend davon, dass die Gesellschaft in Unter-, Mittel- und Oberschicht eingeteilt werden kann, können einige Vermutungen zu den Namenspräferenzen der jeweiligen Schichten aufgestellt werden:.

Die obere Schicht sucht und konstruiert neue Namen, um sich weiterhin von der breiten Volksmasse abzuheben. Unter- und Teile der Mittelschicht kopieren Namen der oberen Schicht, um Lebensstandard zu imitieren und gleiche Anerkennung zu bekommen.

Oberschicht und Mittelschicht greifen vermehrt zu alten deutschen oder christlichen Namen, um Bodenständigkeit und Traditionsbewusstsein und somit den Bildungsstatus auszudrücken.

Bei Gerhards wird deutlich, dass die Oberschicht generell Namen benutzt, die in den anderen Schichten weniger vergeben werden.

Allerdings fallen die Unterschiede der Namensnutzung nicht gravierend aus, so überholt die Unterschicht beispielsweise die Oberschicht nicht in der Vergabe der diffundierten Namen.

Da generell aber davon auszugehen ist, dass der Mensch in der Gesellschaft danach strebt seine eigene Position zu verbessern, ist von einer generellen Orientierung an der Oberschicht auch in Bezug auf Vornamen, auszugehen.

Prinzipiell neigt die untere Schicht aber eher als die anderen Schichten dazu, prominente Namen oder Modenamen zu nutzen. Insgesamt wurden deutliche Abgrenzungen der Schichten in der Namensvergabe erwartet, diese konnten sich so in allen Punkten aber nicht eindeutig bestätigen.

Pauschal lassen sich dennoch Unterschiede in den drei Schichten feststellen, wobei diese in der Relation von Unter- und Oberschicht am deutlichsten zu erkennen sind.

Sozialer Wandel impliziert verschiedene Bereiche, wie auch in den vorherigen Kapiteln festzustellen war. Nicht nur in religiösen, traditionellen und schichtspezifischen Bereichen hat eine Modernisierung stattgefunden, sondern auch in den Geschlechterrollen von Mann und Frau.

Ein Wandel der Werte und des Geschlechterempfinden hat sich besonders ab Mitte der er Jahre herauskristallisiert. Der Emanzipationsprozess der Frau machte sich zunehmend durch die Besetzung von Frauen in Führungs- oder politischen Positionen, sowie durch das Ändern des Ehe- und Familienrechts, bemerkbar vgl.

Nunner- Winkler Wir werden auf beide Begriffe in Bezug auf Vornamen eingehen. Zunächst ist es in Deutschland gesetzlich reglementiert, dass aus einem Vornamen, der vergeben werden soll, das biologische Geschlecht des Namensträgers eindeutig erkennbar sein muss vgl.

Kapitel 1. Insgesamt bestätigten die Ergebnisse, dass ein Wandel der Vornamen und auch ein Wandel der Kultur stattgefunden hat. Nachdem der Vorname in gesellschaftlichen, soziologischen Zusammenhang dargestellt wurde, wird nun die psychologische, individuelle Sicht des Individuums erläutert und diese in Zusammenhang mit dem eigenen Vornamen gebracht.

Es wurde bereits herausgestellt, dass Vornamen zwei Funktionen implizieren, zum einen die Funktion der Identifizierung und zum anderen die der Individualisierung.

Im Zusammenhang mit Selbst, Identität und Identifizierung, wird oft der Begriff des Selbstwertes oder Selbstwertgefühls, sowie die Selbstdarstellung angebracht.

Als Selbstwertgefühl definieren Gerring und Zimbardo die generalisierte Bewertung des Selbst, das wiederum diese Bewertung einen starken Einfluss auf die Gedanken, Gefühle und das Verhalten eines Individuums hat, wurde unter anderem von Baumeister, Campbell, Krueger und Vohs festgestellt.

Ein niedriges Selbstwertgefühl kann dazu beitragen, dass die Fähigkeiten, die ein Individuum vielleicht besitzt nicht erkannt oder nicht getestet werden und so ein möglicher Erfolg gar nicht abzuschätzen ist.

Solche Personen führen ein Scheitern ihres Handelns meist auf vorgefertigte Ausreden zurück, anstatt auf ihre eigenen Fähigkeiten und unterliegen damit ihrer Selbstbenachteiligung oder Selbst- Beeinträchtigung.

Dies ist eng verbunden mit der Selbstdarstellung, da herausgefunden wurde, dass wenn die Ergebnisse eines Handelns öffentlich gemacht werden, der Effekt der Selbstbenachteiligung vermehrt einsetzt, um eine Niederlage besser darzustellen vgl.

Self Nach Erik Erikson wird das Selbstwertgefühl im Alter zwischen drei und sechs Jahren bei Kleinkindern ausgeprägt und kann zu dieser Zeit schon beeinträchtigt werden.

Die eigentliche Identität kann nach Erikson erst in der essenziellen Krise, also dem Konflikt zwischen Intimität und Isolation, während der Adoleszenz-Phase, zur Entdeckung der wahren eigenen Identität führen vgl.

Um das Selbstbild einer Person im Hinblick auf Vornamen zu vervollständigen, richten wir den Fokus an dieser Stelle auf die zweite Funktion des Vornamens, die Individualisierung.

Individualität ist vermehrt seit dem Ob durch die Frisur, Kleidung, Körperhaltung, Accessoires oder Musikrichtung, Sportart, sowie politische Einstellung und Fähigkeiten, die Möglichkeiten hierfür sind nahezu unbegrenzt.

Auch Eltern, die ihrem Kind einen Vornamen geben, legen mehr oder weniger Wert darauf diesen individuell für das Kind zu gestalten, damit es sich von anderen unterscheidet.

Dabei entstehen nicht selten wilde Kombinationen aus verschiedensprachigen Namen, die im deutschen kaum auszusprechen, noch zu schreiben sind, wie: Tetje Lars Hennessy Justin oder Amor Lian Basil, nur um nicht denselben Namen wie jemand anderes zu vergeben siehe dazu Artikel von Jan Weiler, Nichtsdestotrotz scheint die Bedeutung von Individualität in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen zu haben und wird als Kriterium für die Beschreibung und Wichtigkeit der Komponenten des Selbstbildes oft genannt.

Selbst in der etymologischen Bedeutung von Individualität findet man die Komponenten Ungeteiltheit und Einzigartigkeit des Individuums wieder.

Der Wandel hin zu der Forderung nach mehr individuellem scheint mit dem Prozess der Kulturmodernisierung einher zu gehen, die Menschen wollen immer weniger Merkmale mit anderen Menschen gemeinsam haben vgl.

Schon Emile Durkheim und Georg Simmel haben die Modernisierung der Gesellschaft durch zunehmende Differenzierung und Arbeitsteilung als zentrales Theorieelement gekennzeichnet.

Hinzu kommend ist das Aufbrechen von traditionellen Ligaturen als Möglichkeit für die freie Entfaltung des Individuums, sowie die Endstrukturierung von Schichten und Klassen, sowie sozialen Milieus vgl.

Beck Bilden wir uns das nur ein? Ist vielleicht auch Neid oder ein geringeres Selbstwertgefühl ausschlaggebend für diese Behauptung?

Andere Menschen rauchen und trinken ihr Leben lang und werden 99! Unendlich viele Faktoren können dazu beitragen, dass wir subjektive Ungerechtigkeit oder aber auch Gerechtigkeit empfinden.

Dies setzt voraus, dass wir auch objektiv Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit erkennen und differenzieren können. Vor diesem Hintergrund ist daher die als Überschrift versehene Frage durchaus berechtigt.

Darüber hinaus begegnen wir, durchaus auch unbewusst, in unterschiedlichen Abschnitten des Alltags einer Vielzahl von Symbolen der Gerechtigkeit.

Egal ob man in die Kirche geht und eine Kerze für die Gerechtigkeit anzündet oder man zufällig ein Buch liest, worin die Akteure um ebendiese kämpfen.

Wie viele Kinofilme haben wir wohl schon gesehen bei denen das Streben nach Gerechtigkeit die zentrale Aufgabe darstellt?

Gerechtigkeit ist institutionalisiertes Menschenrecht. Gerechtigkeit herrscht, wenn das Recht alle gleich behandelt und das Eigentum sicher ist. Kersting aus Roman Herzog Institut , S.

In der Psychologie weist die Gerechtigkeitsforschung noch keine allzu lange Tradition auf. Hierbei geht es nicht nur um Gerechtigkeitsmotive bzw.

Gerechtigkeitsempfinden sondern auch die Folgen der Ungerechtigkeiten spielen eine Rolle. Wie ist es, wenn man selbst Opfer wird?

Oftmals ist in literarischen Werken der Zusammenhang von Gerechtigkeit und Moral zu entdecken. Anzubringen ist an dieser Stelle Lawrence Kohlberg, welcher die Stufen der Gerechtigkeit in der Moralpsychologie entwickelte.

Heinz brach in seiner Verzweiflung doch in die Apotheke ein um das Medikament zu stehlen, was seiner Frau das Leben retten könnte.

Nun kommen in diesem Fall automatisch zugleich viele Argumentationen auf.

Im Namen der Gerechtigkeit: Roman (Heyne Allgemeine Reihe (01)) | Rosenberg, Nancy Taylor | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher. Storyline. A town is cut off by an intentionally triggered avalanche. A farmer is calling for the assassination of the old town-king for avenging his own killed son and. Staffel 2 Episode Zwei sind einer zu viel: Svenja Gerber ist geschockt, als sie ihre eigene Todesanzeige in der Zeitung sieht. Als sie dann auch noch einen. Im Namen Der Gerechtigkeit

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